Ablauf einer Atemschutzübung

Ablauf einer Übung in der Übungsanlage 1974 :
Im verqualmten Bunker wurden an 16 Tagen für die Atemschutzgeräteträger eine Übung durchgeführt .
An diesen Übungen nahmen 157 Träger teil.
Die Anlage wurde mit Strohfeuer eingenebelt. Die Träger mussten mit abgesetzten Gerät durch eine
kleine Öffnung in den verqualmten Bunker einsteigen , ein Ventil ausbauen und anschließend unter
Pressluftatmer eine Strecke von 500m auf einem Trimmrad zurücklegen.
Die Feuerwehren mit Notstromaggregaten leuchteten bei den am Abend stattfindenden Übungen
das Gelände aus .
 
Ablauf der Bunkerübungen 2004 :
An 11 Abenden und einem Vormittag wurden die Bunkerübungen 2004 durchgeführt . An diesen Übungen
nahmen 571 Träger teil . Wie auch im Vorjahr 2003, wurde der Übungsbunker wieder in 2 Strecken aufgeteilt.
So konnten wieder 2 Trupps unabhängig zur gleichen Zeit die Übungen durchführen.
Die Trupps rüsteten sich vorschriftsmäßig mit der persönlichen Schutzausrüstung und dem PA aus.
Die Atemschutzeinsatzlisten der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Ammerland wurden eigenständig
durch Kameraden der jeweiligen Einheit geführt.
Hier wurden Name des Truppmitgliedes , Anfangsdruck/Enddruck , Übungsbeginn/Übungsende eingetragen.
Dann nahmen die Trupps ihre Arbeit im Arbeitsraum auf, wo am Schlagwerk , Laufband und Trimmrad eine
bestimmte Leistung gefordert wurde. Danach mussten in der jeweiligen Übungsstrecke Arbeiten verrichtet
werden.
Übungsstrecke I :
Die Trupps betraten die Strecke unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und einem Werkzeugkasten.
Aus dem Raum 1 musste der Trupp sich über Funk im Kontrollraum melden und bekam den Auftrag:
Schließen Sie die Absperrvorrichtungen des Gas-und Wasseranschlusses. Im Zählerschrank befinden
sich 3 Hauptsicherungen, schalten Sie diese auf „aus“.

 Hausanschlussraum I 
Dann Meldung über Funk!
Nach erfolgter Fertigmeldung über Funk des Trupps, ein neuer Auftrag: „Gehen Sie weiter bis in den Raum 6“
dann Meldung über Funk. Nach Rückmeldung aus dem Raum 6 lautet der Auftrag: Kriechen Sie durch den
Tunnel in den Raum 8, dort befinden sich Luftleitungen.

Tunnel und Luftleitungen Strecke I
Schließen Sie den Kugelhahn der oberen /unteren Leitung (ändert sich bei jedem Trupp) und entlüften diese,
drehen dann die Stopfen in die untere bzw. obere Leitung. Dann Meldung über Funk!
Nach erfolgter Rückmeldung an den Kontrollraum „Arbeit ausgeführt“, kommt der Befehl „öffnen Sie
Kugelhahn der unteren bzw. oberen Leitung und geben den Druck anhand der Manometer über Funk durch.
Nach Meldung des Druckes über Funk an den Kontrollraum wird nun der Trupp angewiesen „Gehen Sie weiter
in den Raum 7 dort muss ein Schieber ein oder ausgebaut werden“.  (ändert sich bei jedem Trupp)
Dann Meldung über Funk!

Schieber Strecke I
Nach Fertigmeldung über Funk, tritt dieser auf Anweisung des Kontrollraumes den Rückzug an.
Nimmt in Raum 1 die Hausanschlüsse wieder in Betrieb und verlässt die Übungsstrecke I.
Nun muss der Trupp nochmals am Schlagwerk , Laufband und Trimmrad eine bestimmte Leistung erbringen.
Übungsstrecke II
Die Trupps bekommen vor dem Eingang in die Strecke den Auftrag: „Suchen Sie in der Anlage den
Hausanschlussraum 12!“
Auch hier betritt der Trupp unter Einhaltung der Sicherheitsvorschriften und Werkzeugkasten die
Übungsstrecke. Nach erfolgter Rückmeldung „Raum 12 erreicht“ lautet der Auftrag:“ Nehmen Sie
die Hausanschlüsse außer Betrieb.“

Hausanschlussraum Strecke II
Nach Ausführung dieser Arbeit bekommt der Trupp die Anweisung :“Gehen Sie weiter durch die Tür 14 und
besteigen über die Treppe das Podest.“ Dann Meldung über Funk!

Podest Strecke II
Hat der Trupp das Podest erreicht , meldet er dieses dem Kontrollraum und bekommt einen neuen Auftrag.
„Gehen Sie die andere Treppe wieder runter unter das Podest und kriechen bis zu der Seitenluke 14A .“
Dann Meldung über Funk!
Bei erfolgter Meldung Seitenluke 14A erreicht, wird der Trupp vom Kontrollraum weiter geleitet.

Unter dem Podest Luke 14 A
„Verlassen Sie den Raum durch die Seitenluke und gehen nach links weiter bis in den Raum 16. In dem Raum
befinden sich Manometer.

Manometer Raum 16
Geben Sie die Drücke beider Manometer über Funk durch. Nach erreichen und Übermittlung der Drücke an den
Kontrollraum, muss nun der Trupp auf Anweisung weiter gehen durch einen Tunnel in den Raum 15A.

Tunnel Strecke II
Hier muss nun ein Schieber ein oder ausgebaut werden (ändert sich bei jedem Trupp).

Nach Ausführung dieser Aufgabe, tritt der Trupp den Rückzug an und nimmt die Hausanschlüsse in Raum 12
wieder in Betrieb. Dann verlässt der Trupp die Übungsstrecke II und erbringt nochmals die Aufgaben am
Schlagwerk , Laufband und Trimmrad.
Hieran erkennt man das die Anforderungen Seitens des Gesetzgebers und der Technik an den Träger und
an die Anlage in den letzten 30 Jahren gestiegen sind. Das heißt, das auch weiterhin jedes Jahr die
Streckenführung geändert wird und neue Aufgaben von den Trägern zu lösen sind.
Hier möchte ich mich noch einmal bei Herrmann Hobbie bedanken, der trotz Wechsel in die Altersabteilung
weiterhin, sei es in der Sicherheitsmannschaft oder beim Umbau der Übungsstrecken, sein Wissen und seine
Handwerklichen Fähigkeiten zum gelingen der Übungen beiträgt.