Atemschutz im Ammerland

Nach Aufstellung der Kreisfeuerwehrbereitschaft ca.1964 wurden immer mehr Feuerwehreinheiten im
Ammerland mit Atemschutzgeräten ausgestattet.
Es bestand die Notwendigkeit ,das die Atemschutzgeräteträger auch Überörtliche Übungsmöglichkeiten
bekommen. Hierfür wurde 1971 eine Übungsanlage geschaffen.

Zeichnung Übungsanlage 1971
Die erste Übungsanlage befand sich in Elmendorf in einem stillgelegtem Bunker. Dieser Bunker wurde
vom damaligen Gemeindeatemschutzwart der Gemeinde Bad Zwischenahn Hermann Hobbie und dem
Kreisschlauchpfleger der TZ Gerd Hobbiebrunken in Eigenleistung zu einer Übungsanlage für
Atemschutzträger umgebaut. Für die nun auf Kreisebene anfallenden Arbeiten , organisieren sowie das
dokumentieren der Atemschutzübungen wurde Hermann Hobbie von dem damaligen Kreisbrandmeister
Willi Schmidt zum Kreisatemschutzwart ernannt. Diese Aufgabe gab er 2002 mit dem Eintritt in die
Altersabteilung an seinen Stellvertreter Friedrich Behrens weiter.

Friedrich Behrens Hermann Hobbie
Von 1971-1980 wurden hier nun die jährlichen „Bunker“ Übungen für die Atemschutzträger des
Landkreises Ammerland durchgeführt. 1980 wurde ein größeres Objekt für eine Übungsanlage gefunden.
Wieder ein ehemaliger Bunker in Elmendorf der bis 1961 noch bewohnt war. Auch hier investierten der
Kreisatemschutzwart Hermann Hobbie und der Kreisschlauchpfleger Gerd Hobbiebrunken viel Arbeit um
diesen Bunker noch zu einer anspruchsvolleren und größeren Anlage umzubauen.

Bild:Atemschutzübungsanlage des Landkreis Ammerland
Diese Anlage wurde 1980 in Betrieb genommen. Seit 1981 gilt sie als anerkannte und abgenommene
Übungsstrecke für Atemschutzgeräteträger. Hier mussten die AGT jährlich zwei Übungsstrecken bewältigen.
Die Streckenführung wurde jedes Jahr geändert und es wurden neue Aufgaben hinzugefügt.
Da auch hier, wie im vorherigen Bunker, noch kein Stromanschluss vorhanden war, mussten die Einheiten
mit Notstromaggregaten das Übungsgelände ausleuchten und die Anlage mit Strom versorgen.
Desweiteren wurde auch diese Anlage wie die vorherige mit Strohfeuer eingenebelt. Darum wurde 1992
die Anlage mit einem Stromanschluss der EWE ausgestattet und man stieg um auf Disconebel .
Um dem jährlichen Anstieg der Träger gerecht zu werden, wurde die Anlage 1994 mit einem PC ausgestattet,
um die Dokumentation für die Trupps zu beschleunigen.
2001 wurde die Übungsanlage so umgebaut, das nun nicht mehr zwei Übungsstrecken pro Trupp bewältigt
werden müssen, sondern das gleichzeitig 2Trupps in zwei getrennten Übungsstrecken ihre Übung
durchziehen können. 2004 wurde der begehbare Bereich des Bunkers mit Estrich ausgelegt, so das nur
noch in den Übungsstrecken Klinkerpflasterung besteht.

Estricharbeiten :2004 mit Unterstützung der Sicherheitsmannschaft und des Kreisbrandmeisters
Durch die steigenden Anforderungen an die Atemschutzgeräteträger wird auch die Übungsanlage immer
neue Aufgaben und Anforderungen bereitstellen müssen . Das heißt, das in den nächsten Jahren der
Aus- und Umbau der Anlage und der Technik weiter gehen muss und das der Landkreis Ammerland sowie
der Kreisbrandmeister dies wie bisher unterstützen.